Hand zu Hand e.V., Schwarzburger Str. 34, 28215 Bremen, Tel. und Fax 0421 / 37 57 56/>   </a>  </a>  </a>             

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Hand zu Hand Online

Video in Gebärdensprache: Begleitveranstaltungen für Gehörlose

Im Rahmen des Ausstellungsprojektes



 Frau Lot hat Hand zu Hand e.V. in Kooperation verschiedene Angebote organisiert und durchgeführt:



Führung durch die Ausstellung "Was sehen Sie Frau Lot?" mit Sabine Fries



Führung durch die Ausstellung "Was sehen Sie Frau Lot?" für gehörlose und hörgeschädigte Schüler_innen der Marcus Allee



WenDo/Selbstverteidigungskurs für Frauen in Gebärdensprache



Vortrag "Gewalterleben gehörloser Mädchen und Frauen" von Sabine Fries



Der Vortrag "Gewalterleben gehörloser Mädchen und Frauen"

fand in Kooperation mit der ZGF - Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau - und dem Landesbehindertenbeauftragten Bremen statt.

Am Freitag, den 10. Oktober 2014 hielt
Sabine Fries (taub), Lehrkraft für besondere Aufgaben im Studiengang Deaf Sudies an der Humboldt Universität zu Berlin, einen Vortrag vor rund vierzig, überwiegend gehörlosen, Zuschauenden.

Dr. Steinbrueck und Wilma Pannen vor dem Publikum





Der Schwerbehindertenbeauftragte der Stadt Bremen Dr. Joachim Steinbrück und Wilma Pannen vom Verein Hand zu Hand e.V. begrüßen die Interessierten.









Sabine Fries referiert.

Sabine Fries (links im Bild) hat im Jahr 2012 an der sogenannten Bielefelder Studie mitgearbeitet. Diese Studie befasste sich mit der „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“.

Das traurige Ergebnis der Studie ist: Mädchen und Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen sind besonders häufig von jeglichen Formen von Gewalt betroffen.
Und unter den Mädchen und Frauen mit Behinderung sind gehörlose Mädchen und Frauen die am stärksten betroffene Gruppe. Ca. jede zweite gehörlose Frau erlebt in Kindheit, Jugend oder als Erwachsene sexualisiert Gewalt.
Der Vortrag von Sabine Fries ging aber über die Beschreibung der Zahlen und Ergebnisse hinaus und so erfuhren wir Zuschauenden einiges über die zusätzlichen Risikofaktoren im Leben von gehörlosen Mädchen und Frauen.

Sabine Fries lenkte beispielsweise die Aufmerksamkeit der Interessierten darauf, was es für das Selbstbild und den Selbstwert eines Kindes bedeutet, in seiner Körperlichkeit von den Eltern nicht als „wunderbar“, sondern als „krank“ und „falsch“ wahrgenommen zu werden. Ein geringer Selbstwert ist ein Risikofaktor, denn er verhindert, dass Mädchen sich wehren, weil sie sich selber für schützenswert halten.

Ebenfalls berichtete Sabine Fries über die fatalen Auswirkungen der fehlenden Kommunikation in Gebärdensprache mit den Eltern, Lehrern, Bezugspersonen. Dadurch entsteht eine Kommunikationsbarriere und es fehlen kommunikativ vertraut Menschen bei denen die Betroffenen sich so sicher fühlen, dass sie sich anvertrauen können.

Aber auch der andauernde Umgang mit Fachmenschen aus Heilberufen die das Kind berühren dürfen (Ärzt_innen / Logopäd_innen) und die fehlende kommunikative Rahmung (wann ist das ok, wann nicht) sowie die durch die Kommunikationsbarriere fehlende Aufklärung über Sexualität tragen zu den Risikofaktoren bei.

Über Risikofaktoren und Präventionsmöglichketen forscht Sabine Fries derzeit zusammen mit Dr. Monika Schröttle.


Nach diesem beeindruckenden Vortrag sind wir nun sehr gespannt auf die Ergebnisse der jetzigen Forschung.
Wir hoffen, dass sich möglichst viele Menschen dafür nicht nur interessieren, sondern auch engagieren werden.





Sabine Fries vor der Tuer der unteren Rathaushalle.



Führung durch die Ausstellung "Was sehen Sie Frau Lot?"
mit Sabine Fries







Am Samstag den 11.10. 2014 führte Sabine Fries durch die Ausstellung.
Ca. 15 Menschen besuchten die Führung von Frau Fries.





Sabine Fries vor dem Kunstwerk 'Mein 10. Geburtstag' von Maria Mathieu

Sabine Fries bespricht das Kunstwerk
'Mein 10. Geburtstag' von Maria Mathieu

Wände + Kinderzimmermöbel deuten mit dem Teppich auf ein gewöhnliches Wohnzimmer hin. Was von der Norm abweicht ist, hier ist alles schräg, scheint einzustürzen. Die Welt eines betroffenen Mädchens / Jungen ist zwangsläufig eine verschobene, unwirklich gewordene, da die Personen, die Sicherheit geben müssten, das natürliches Gefühl von Richtig + Falsch verdrehen, es unter Androhung von Strafe aberkennen.



Sabine Fries vor dem Kunstwerk '2000 = 100 = 15 = 3 = 10 = 2' von Renate Bühn

Sabine Fries bespricht das Kunstwerk
'2000 = 100 = 15 = 3 = 10 = 2' von Renate Bühn

Diese Installation und der Titel greift als zentrales Thema den Täterschutz und unsere Rechtssprechung bei sexuellem Missbrauch auf. In der Dunkelzifferschätzung von 1:20 sind von 2.000 sexuellen Gewalttätern nur 100 mit einer Anzeige bedroht und nur wenige Täter/Täterinnen müssen mit einer Haftstrafe rechnen. In Anlehnung an eine Auswertung von 100 Strafverfahren bzg. sexueller Gewaltverbrechen an Kindern durch das Institut für Forensische Psychiatrie Berlin 1993 von Dr. Renate Volbert:
Von 100 Anzeigen wurden von der Staatsanwaltschaft schon 85 Fälle gar nicht erst aufgenommen und
nur 15 Fälle in einem Gerichtsverfahren verhandelt.

Davon wurden 3 Täter freigestellt und 10 Täter erhielten eine Bewährungsstrafe.
Nur 2 Täter wurden mit einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.




Führung durch die Ausstellung "Was sehen Sie Frau Lot?" für gehörlose und hörgeschädigte Schüler_innen
der Marcus Allee am 23.Oktober 2014"

Führungen in Gebärdensprache für Mädchen


  • Schülerinnen der Gehörlosenschule an der Marcus Allee, Bremen besuchten die Ausstellung.
    Jane Haardt und Wilma Pannen haben eine Gruppe von ca. 30 Schülerinnen durch die Ausstellung geführt und in Gebärdensprache sowohl über die Kunstwerke als auch über konkrete Angebote zur Hilfe informiert und gesprochen.

    Hand zu Hand e.V. in Kooperation mit der Schule an der Marcus Allee


    Führungen mit Gebärdensprache für Jungen

  • Schüler der Gehörlosenschule an der Marcus Allee, Bremen besuchten die Ausstellung. Volker Mörchen vom Bremer Jungenbüro hat zusammen mit einem Gebärdensprachdolmetscher ca. 30 Schüler der Marcus Allee durch die Ausstellung geführt. Auch hier wurden konkrete Hilfsangebote vorgestellt.

    Hand zu Hand e.V. in Kooperation mit der Schule an der Marcus Allee und dem Bremer Jungenbüro



    WenDo/Selbstverteidigungskurs für Frauen von Hand zu Hand e.V. in Gebärdensprache


    Am Samstag, den 25.10. 2014 hat ein ganztägiger WenDo Kurs für gehörlose Frauen im Gehörlosenfreizeitheim e.V., Bremen stattgefunden.
    Wilma Pannen vom Verein Hand zu Hand e.V. hat diesen Kurs im Gehörlosenfreizeitheim in Bremen selber durchgeführt.

    WenDo bietet eine Kombination aus Übungen zum Selbstwertgefühl, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung.


    Der WenDo Kurs stand im Kontext der Ausstellung „Was sehen Sie Frau Lot?“.
    Aus diesem Grund wurde auch das Thema sexualisierte Gewalt im Kurs thematisiert und über die Möglichkeit einer kostenfreien Therapie bei Hand zu Hand e.V. informiert.

    Gebärdensprachvideo mit Infos über die Ausstellung in Bremen:

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